Jakobswege → Der Camino Primitivo → Tag 13
Tag 13 · 11 April 2019
Ferreira - Melide
Ferreira → Melide · 21 km
Frühstück!

Noch ein paar Bilder unserer Herberge. Die Casa da Ponte in Ferreira ist ein historisches, im Jahr 1995 restauriertes Landhaus aus dem frühen 20. Jahrhundert. Sie liegt direkt am Camino Primitivo des Jakobswegs (Kilometer 75) am Fluss Ferreira und der alten Römerbrücke.



Die historische Steinbrücke Ponte Ferreira über den Fluss Ferreira. ie Brücke liegt auf dem Verlauf einer alten römischen Verkehrsachse (Vía Romana), welche die historischen Städte Lucus Augusti (das heutige Lugo) und Iria Flavia (nahe Padrón) miteinander verband. Der bis heute sichtbare, charakteristische Spitzbogen stammt aus dem Mittelalter. Zu dieser Zeit wurde die Brücke restauriert, um dem stetig wachsenden Strom an Jakobspilgern eine sichere Flussüberquerung zu ermöglichen.







Noch 69 km bis zur Kathedrale…

Dieser Granitstein erinnert an die Einweihung der Anlage am 4. Dezember 2011 durch den damaligen Bürgermeister Pablo José Taboada Camoira, gesegnet von Pedro Taboada Garea.

Die historische Fonte de San Xurxo de Augas Santas (Quelle von San Jorge) mit einer kleinen Steinbrücke und einer Jakobus-Statue am Camino Primitivo. Eine malerische, alte Steinbogenbrücke führt über einen kleinen Bach nahe Ponte Ferreira.












Die Pilgerherberge (Albergue de Peregrinos) im Ort Seixas, der zur Gemeinde Palas de Rei gehört

Ein traditioneller, in die Steinwand integrierten Brotofen (Forno), der sich an der restaurierten Pilgerherberge befindet.Bei traditionellen galicischen Steinöfen dieser Art ist der Aufbau typischerweise wie folgt aufgeteilt: Der obere Bereich (die quadratische Öffnung): Dies ist die eigentliche Backkammer, in der das Holz verbrannt wurde, um die Steine zu erhitzen. Nach dem Ausfegen der Asche wurde dort das Brot gebacken.Der untere Bereich (der tunnelartige Durchgang): Dieser diente in der Regel als Aschekammer (cincheiro) oder als Lagerplatz für das Brennholz.

Das Bild zeigt eine unregelmäßige Natursteinmauer aus Granit- oder Gesteinsblöcken, in deren kleiner Felsspalte oder Nische ein kleiner, unauffälliger Haussperling (Passer domesticus), besser bekannt als Spatz sitzt. Spatzen sind typische Kolonie- und Gebäudebrüter. Solche engen Spalten und Nischen in alten Naturstein- oder Trockenmauern nutzen sie besonders gerne, um dort geschützte Nester aus Halmen, Federn und Haaren zu errichten.







Die markanten weißen Quarzfelsen der Penedos de Casacamiño (oft auch allgemein als Penedos Brancos bezeichnet)



Die Penedos de Casacamiño, ein markantes Naturdenkmal in der autonomen Gemeinschaft Galicien. Die Felsen liegen in der unberührten Hügellandschaft der Gebirgskette Serra do Careón. Geografisch befindet sich dieses Gebiet in unmittelbarer Nähe der Gemeinde Palas de Rei (oft fälschlicherweise als Palais de rei geschrieben) in der Provinz Lugo. Die Felsgruppe ragt aus einer Heidelandschaft empor, die typisch für das galicische Binnenland ist.

Die Penedos de Casacamiño befinden sich in Galicien im Nordwesten Spaniens, genauer gesagt in der Bergkette Sierra de Careón (Serra de Careón). Der Name „Seixas“ leitet sich im Galicischen übrigens direkt von seixo (Quarz) ab, da die gesamte Umgebung von diesen hellen Gesteinsadern geprägt ist.


Die Felsen ragen direkt neben dem Wanderweg aus der mit Heidekraut und Ginster bewachsenen Landschaft empor. Ganz in der Nähe befindet sich die kleine Pilgerherberge Hospital das Seixas.

Wer sonst nix zu tun hat klettert auch schon mal da hoch…



Der Blick, wenn man auf dem asphaltierten Wirtschaftsweg über diesen Höhenrücken wandert. Inmitten von typischem galicischen Heidekraut und Ginster ragen dort auffällige, helle Quarzitfelsen empor, die der Region auch den Namen Hospital das Seixas (seixo Das Foto zeigt genau den Blick, wenn man auf dem asphaltierten Wirtschaftsweg über diesen Höhenrücken wandert. Inmitten von typischem galicischen Heidekraut und Ginster ragen dort auffällige, helle Quarzitfelsen empor, die der Region auch den Namen Hospital das Seixas (seixo bedeutet auf Galicisch Quarz) eingebracht haben.

Blick von der Serra do Careón auf die Stadt Melide in der Provinz A Coruña. Das Foto zeigt genau den Moment, in dem sich nach den Steigungen des Mittelgebirges der weite Panoramablick auf das Tal und das etwa 8 bis 10 Kilometer entfernte Etappenziel Melide öffnet






Die Fassade der Iglesia de San Pedro (ursprünglich Teil des Franziskanerklosters Sancti Spíritus) in Melide. Das Convento de Sancti Spíritus in Melide blickt auf eine faszinierende, jahrhundertealte Geschichte zurück, die eng mit dem Jakobsweg und mächtigen galicischen Adelsfamilien verflochten ist. Das Kloster wurde um 1370 / 1375 gegründet. Die Initiative ging maßgeblich von einem Kleriker namens Fray Alonso de Mellid aus. Es gehörte dem Regulierten Dritten Orden des Heiligen Franziskus (Franciscanos Tercianos) an. Das Kloster erfüllte von Beginn an eine religiöse und hospitalitäre Funktion. Da Melide ein wichtiger Knotenpunkt auf dem Camino Francés ist, diente die Anlage dem Schutz, der Verpflegung und der medizinischen Versorgung von armen Pilgern auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela. Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde die Anlage im Zeitgeschmack stark umgebaut. In dieser Phase erhielt die Kirche ihr barockes Kirchenschiff, den Orgelprospekt sowie die charakteristische Granit-Fassade, die auf Ihrem Foto zu sehen ist. Während die Kirche bis heute aktiv genutzt wird, wurden die übrigen Klausurgebäude des alten Klosters komplett umgestaltet. Heute beherbergt die direkt anschließende Anlage unter anderem das Rathaus (Concello) von Melide sowie das Regionalmuseum Museo da Terra de Melide (welches wiederum im ehemaligen Pilgerhospital untergebracht ist).

Die Statue von Santiago Peregrino (dem Heiligen Jakobus als Pilger). Obwohl die Kirche dem heiligen Petrus (San Pedro) geweiht ist, wird diese Figur aufgrund ihrer Lage an einer der Pilgerrouten des Jakobswegs dort angebracht sein. Die Skulptur zeigt unverkennbar die traditionelle Ikonografie des heiligen Jakobus im Gewand eines Jacobeo (Pilgers)

Eine Statue des heiligen Franziskus von Assisi. Die Pfarrkirche von Melide ist zwar dem heiligen Petrus (San Pedro) geweiht, das Gebäude selbst hat jedoch eine eng verknüpfte franziskanische Geschichte. Es diente ursprünglich als Kirche des im 14. Jahrhundert gegründeten Convento de Sancti Spíritus (einem ehemaligen Franziskanerkloster). Aus dieser Tradition heraus erklärt sich die prominente Darstellung des Ordensgründers in der Fassadennische.

Unsere heutige Herberge, das Albergue hostal A Lúa do Camiño

Unser heutiges Bett.

Und das ist der Rest für die nächsten Tage:

Abendessen gab es in der Pulpería A Garnacha. Melide gilt als die inoffizielle Hauptstadt des Oktopus (Pulpo) am Jakobsweg. Die traditionellen Pulperías dort servieren den Oktopus (Pulpo á feira) frisch aus Kupferkesseln, mit der Schere geschnitten auf Holztellern, gewürzt mit Olivenöl, grobem Salz und Paprikapulver. So sieht das dann aus:

Nachschub…

Alternativ gibt es aber auch Pommes mit Chorizzo und Spiegelei…

Auch die beiden Mädels aus Belgien hatten wohl Lust auf Oktopus…

Sello muss sein…
