JakobswegeDer Camino Primitivo → Tag 12

Tag 12 · 10 April 2019

Lugo - Ferreira

Lugo → Ferreira · 27 km

Los ging es am Morgen mit einem kleinen Ausflug durch Lugo.
Das die barocke Hauptfassade der Kathedrale von Lugo (Catedral de Santa María). Die im 12. Jahrhundert begründete Kirche vereint romanische, gotische und barocke Elemente und gehört als Station des Jakobswegs zum UNESCO-Weltkulturerbe

Die steinernen Skulpturen auf der Hauptfassade der Kathedrale von Lugo (Catedral de Santa María de Lugo). In der Mitte thront die Allegorie (bildliche Darstellung eines abstrakten Begriffs oder Gedankens) des Glaubens mit Kreuz und Kelch, flankiert von Figuren von Heiligen oder Aposteln

Eine sakrale Figurengruppe, die das Letzte Abendmahl um einen zentralen Tisch mit Monstranz oder Ziborium veranschaulicht, geschmückt mit geschnitzten Engeln und goldenen Draperien.

Die Skulptur des Ecce Homo (auch bekannt als El Buen Jesús oder Christus in der Rast) in einer Nische mit barocken Wandmalereien im Trascoro der Kathedrale von Lugo. Die hölzerne Christusfigur stammt aus dem 16. Jahrhundert (Renaissance), während die umgebenden Fresken mit Engeln und Vorhängen aus dem Barock stammen

Blick auf den Hauptaltar und den reich verzierten Chorbereich

Ein prächtiger, vergoldeter barocker Altaraufbau mit einer sternförmigen Monstranz in der Kathedrale von Lugo. Im Zentrum steht die ewige Anbetung des Allerheiligsten, für die die Kirche berühmt ist

Der prachtvolle barocken Hochalta bzw. das Retabel in der Capilla de la Virgen de los Ojos Grandes (Kapelle der Jungfrau zu den großen Augen) im Inneren der Kathedrale von Lugo (Catedral de Santa María)

Frühstück!

Ein Stück klassische Tortilla de Patatas (spanisches Kartoffelomelett) auf einem Teller, serviert mit Scheiben von geröstetem Brot (teilweise mit Tomate belegt) sowie einem Glas Milchkaffee

Das Bild zeigt das historische Santiago-Tor (Porta de Santiago), eines der originalen Stadttore in der berühmten römischen Stadtmauer der spanischen Stadt Lugo in Galizien. Das Tor ermöglicht den Zugang zur Altstadt und wird oft von Pilgern auf dem Jakobsweg (Camino Primitivo) genutzt.

Die Porta de Santiago (Jakobstor). Über dem Bogen befindet sich eine Skulptur des heiligen Jakobus (Santiago) als Maurentöter (Matamoros)

Blick auf den Wehrgang und die massiven Schiefersteinmauern der Römischen Stadtmauer von Lugo

Die gut erhaltene Römischen Stadtmauer von Lugo

Die historische Römische Brücke von Lugo (Puente romano de Lugo oder Ponte Vella) führt im spanischen Galicien über den Fluss Miño. Das Bauwerk aus dem 1. Jahrhundert ist etwa 104 Meter lang, 4 Meter breit und wurde in späteren Jahrhunderten mehrfach umgebaut.

Die Iglesia de San Lázaro da Ponte (Kirche des Heiligen Lazarus) in der Stadt Lugo. Das Gebäude befindet sich direkt an der historischen Route des Jakobswegs

Das Bild zeigt das historische Steintor Portalón de Boucello an einer alten Mauer in Galicien, Spanien, das sich am Wegesrand des Wanderweges Camino Primitivo (nahe der Etappe von Lugo nach San Romao / O Pacio) befindet. Das Portalón de Boucello ist ein historisches Steintor, das einst als repräsentativer Zugang zu einem typisch galicischen Landgut (Pazo) oder einem ausgedehnten, herrschaftlichen Anwesen diente. In der Mitte über dem Architrav befindet sich ein geschütztes Steinsymbol, das traditionell das Siegel oder Familienwappen der damaligen Besitzer trug.

Die Iglesia de San Vicente de O Burgo, eine barocke Steinkirche aus dem 18. Jahrhundert in der Gemeinde O Burgo.

Diese Kreuzung befindet sich in der Ortschaft Vilachá de Mera. Das Gebäude war eine Bar bzw. ein ehemaliges ländliches Wirtshaus. Solche alten Steingebäude an Wegkreuzungen dienten früher oft als lokaler Treffpunkt oder als Einkehrmöglichkeit für Pilger und Reisende. Es handelt sich um ein typisches Bild für die Entvölkerung im ländlichen Galicien (España Vaciada), wo viele dieser alten Dorfwirtshäuser und Treffpunkte entlang der Nebenwege aufgegeben wurden und dem Verfall überlassen sind.

Der Eingangsbereich des spätantiken Heiligtums von Santa Eulalia de Bóveda in der Nähe von Lugo. Berühmt ist das Gebäude vor allem für seinen zentralen Hufeisenbogen aus der Römerzeit (3. bis 4. Jahrhundert n. Chr.), der zu den ältesten seiner Art auf der Iberischen Halbinsel gehört

Das Innere der Krypta des antiken Heiligtums von Santalla de Bóveda de Mera (auch Santa Eulalia de Bóveda) nahe der Stadt Lugo. Der Raum stammt aus dem 3. Jahrhundert n. Chr., diente vermutlich als Kultort für die Göttin Cybele und wurde später in eine christliche Kapelle umgewandelt

Die Fresken stammen aus dem 3. oder 4. Jahrhundert n. Chr. und zeigen ein Rautenmuster mit naturgetreuen Darstellungen von Vögeln wie Pfauen, Tauben und Fasanen

Das innere Becken. Es handelt sich um ein flaches, rechteckiges (quadranguläres) Becken, das in den felsigen bzw. gepflasterten Boden eingelassen ist. Ursprünglich war es sogar mit edlen Marmorplatten ausgekleidet. Das Becken wurde über ein ausgeklügeltes antikes Kanalsystem kontinuierlich mit kristallklarem Wasser aus einer natürlichen Quelle gespeist. Der Bereich um das Becken herum (die erhöhten Podeste an den Seiten) diente als Umgang, während das Wasser direkt in dieser zentralen Senke stand.

Eine historische Wassermühle (spanisch: Muíño) in der Gemeinde Vilachá de Mera

Der kleine Weiler Bacurín in der Provinz Lugo in der nordwestspanischen Region Galicien, der direkt am historischen Jakobsweg liegt. Zu sehen sind traditionelle ländliche Steinhäuser mit Schiefer Dächern

Die romanische Kirche San Miguel de Bacurín (Igrexa de San Miguel de Bacurín) aus dem 12. Jahrhundert in der Provinz Lugo. Das angeschlossene Kloster und die Kirche boten Schutz und geistlichen Beistand für Pilger, die auf dem Camino Primitivo in Richtung Santiago de Compostela unterwegs waren.

Das Eingangstor zum historischen Pazo de San Miguel in der Ortschaft Bacurín. Gegenüber der romanische Kirche San Miguel de Bacurín.

Der Galizischen Kohl (botanisch: Brassica oleracea var. costata), in Spanien auch bekannt als Col asa de cántaro oder Berza galega. Im Gegensatz zu klassischem Grünkohl bildet diese Sorte keinen festen Kopf, sondern wächst an kräftigen, palmenartigen Stielen nach oben. Im Laufe der Zeit verholzt der Stängel, und die Pflanzen können eine Höhe von 1,50 bis zu 2 Metern erreichen. Die großen, bläulich-grünen Blätter werden fortlaufend von unten nach oben geerntet. Dadurch entsteht der typische, fast baumartige Look mit einem Blätterschopf an der Spitze. Der Kohl ist eine fundamentale Zutat der nordspanischen und portugiesischen Küche. Er liefert die essentielle Basis für den berühmten galizischen Eintopf Caldo gallego sowie die traditionelle portugiesische Suppe Caldo verde.

Eine traditionelle Wassermühle (galicisch: Muíño), die an einem kleinen Bachlauf oder künstlich angelegten Mühlenkanal (Rego) liegt. Direkt neben dem Haus sieht man den Überlauf oder den Ablauf der Mühle, wo das Wasser nach dem Antrieb des Wasserrads wieder herausströmt.

Ein alter Meilenstein (Miliario) aus Granit in der Nähe von San Román da Retorta, der an eine historische Römerstraße und den Jakobsweg erinnert. Römische Meilensteine dienten zur Markierung von Entfernungen und ehrten oft den amtierenden Kaiser. Die Inschrift auf der Säule nennt unter anderem römische Kaisertitel (wie die des Augustus/Caligula)

Die private Albergue O Cándido, eine bekannte Pilgerherberge am Camino Primitivo in San Román da Retorta.

Erst mal was essen. Zum ersten mal richtig spanisch und kein Pilgermenue…

In der Albergue gibt es das Wandgemälde eines Pilgers am Jakobsweg mit der Aufschrift „El Cándido“ und dem Spruch: „Cuando no se encuentra descanso en uno mismo, es inútil buscarlo en otra parte“ (Wenn man in sich selbst keine Ruhe findet, ist es nutzlos, sie woanders zu suchen).

Und weiter geht´s…

Ein überdachtes, traditionelles Waschhaus (auf Spanisch lavadero oder Französisch lavoir) aus Beton mit einem giebelartigen Dach. Solche historischen Becken wurden früher von Dorfbewohnern zum gemeinsamen Wäschewaschen genutzt.

Die Cantina Ferreira. Es handelt sich um eine traditionelle spanische Bar und Herberge für Pilger.

Unsere heutige Herberge: die Unterkunft Casa da Ponte in Palas de Rei am Camino Primitivo in Galicien (am Kilometerpunkt 75). Es handelt sich um ein restauriertes galizisches Bauernhaus aus dem frühen 20. Jahrhundert, das seit 1995 für den ländlichen Tourismus genutzt wird.

Abendessen…