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Tag 7 · 18 Mai 2023
Rubiães – Valença / Tui
Rubiães → Valença / Tui · 21 km

Der Tag begann mit einem Frühstück im Café Sao Sebastião in der Nähe von Rainers Albergue.


Danach ging es weiter auf der alten Römerstraße XIX in Richtung Tui.

Auch heute wieder eine fast menschenleere Gegend, die aber landschaftlich viele Eindrücke zu bieten hatte.





Gegen Mittag kamen wir in Cousiñas an, etwa auf halbem Weg. Dort haben wir erst einmal Pause gemacht und ein Pilgermenue verspeist.


Nach 18 Km erreichten wir Valença, die Portugiesische Grenzstadt. Die historische Altstadt von Valença ist praktisch identisch mit der alten Festung Fortaleza de Valença.




Sie umgibt die gesamte Altstadt mit einer 20m hohen Mauer. Um in die Altstadt zu gelangen, muss man durch eines der Stadttore in der Mauer. Die mehr als 2.000 Jahre alte Stadt Valença ist seit ihrer Gründung 138 v. Chr. die Heimat von Römern, Westgoten und Muslimen gewesen und verfügt über eine der größten Altstädte Europas. Valença steckt voller Kunst und tiefer Spuren aller Zivilisationen, die hier gelebt haben und verfügt daher über ein reiches Kulturerbe. Neben vielen anderen historischen Gebäuden befinden sich hier die Basilika der Vírgen de los Desamparados („Jungfrau der Schutzlosen“), die historischen, zentralen Markthallen oder die Iglesia de San Nicolás, eine prachtvollen Gotik-Kirche aber auch die Statue von São Teotónio vor der Kapelle von Bom Jesus.


Es handelt sich um eine Skulptur aus dem 20. Jahrhundert, die uns die Figur des 1. portugiesischen Heiligen, Inspirator und Beschützer Portugals, zeigt.
Verlässt man die Altstadt am Südtor ist man fast direkt an der Ponte internacional de Valença a Tui, der Grenzbrücke zwischen Portugal und Spanien.



Diese Brücke hat mehrere Ebenen für Fußgänger und Autos sowie den Eisenbahnverkehr und führt über den Rio Miño. Ungefähr in der Mitte des Rio Miño verläuft die Grenze. Ein Schild am Brückengeländer markiert diese Grenze.

Nach dem Überqueren der Brücke waren wir dann in Spanien.


Nach kurzer Zeit konnten wir auf einem Hügel die Silhouette der Kathedrale von Tui sehen, die wir nach weiteren 2 km erreichten. Dort und auch in der Gemeindeverwaltung holten wir uns dann unsere ersten spanischen Sellos ab.
Auch in Tui steht die Kathedrale mitten in der Altstadt, ebenso wie die Capilla de San Telmo. Sie ist das einzige Beispiel portugiesischen Barocks in Galizien, erbaut auf dem Haus, in dem der Dominikanerheilige San Telmo im 13. Jahrhundert starb.
Der Bau begann im Jahr 1769, wurde jedoch erst 1803 fertiggestellt.




Hervorzuheben sind der kreisförmige Grundriss, die verzierte Kuppel und die Fresken aus dem frühen 19. Jahrhundert.
Ebenfalls in der Altstadt, nur ca. 300m von der Kathedrale entfernt, befand sich auch unser Hostel. Hier ließen wir den Tag ausklingen.


