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Tag 11 · 22 Mai 2023
Pontevedra – Caldas de Reis
Pontevedra → Caldas de Reis · 23 km

Nach dem Frühstück ging es heute weiter nach Caldas de Reis. Zuerst über die Ponte do Burgo die über den Rio Lérez führt.

Die Ponte do Burgo ist eine mittelalterliche Brücke, die über einer älteren aus römischer Zeit errichtet wurde und an den Pfeilern mit großen Jakobsmuscheln verziert ist. Lange Zeit war diese Brücke die einzige Möglichkeit auf dem Caminho Portugues den Rio Lérez zu überqueren.
Nachdem wir diese überquert hatten gingen wir durch den nördlichen Stadtteil Burgo mit seinen alten Häusern, die immer wieder mit Kachelbildern verziert sind.


Nach einem Aufstieg erreicht man den Ort Pontecabras, die Kirche und das Pfarrhaus Santa María de Alba. Die Kirche aus dem 12 Jahrhundert ist im Gegensatz zu vielen anderen Kirchen auf unserem Weg offen und man kann sie besichtigen und auch dort beten. Leider gibt es in der Kirche keinen Sello. Neben der Kirche befindet sich auch ein alter Friedhof.




Dann ging es weiter auf unserer Reise.

Immer wieder kommt man an kleinen Pilgerparks vorbei, die liebevoll mit Pilgerkunst ausgestattet sind.



In einem Wald wurde von einer alten Händlerin regionales Obst angeboten. Die Orange, die ich mir gekauft hatte, wog 500g!

Eine einzige Orange, kein Netz!
Kurz vor Caldas de Reis kamen wir zum Parque da Natureza del Río Barosa. Der Parque da Natureza del Río Barosa ist eine der Stationen auf dem portugiesischen Weg nach Santiago de Compostela, der wenige Meter vom eigentlichen Weg entfernt liegt. Der Parque da Natureza do Río Barosa ist kein Naturpark , sondern ein einzigartiger Raum mit traditionellen und natürlichen Elementen von großer Bedeutung. Der Fluss Barosa fällt stark ab, speist die Mühlen und bildet kleine Wasserfälle, die in die Fervenza da Barosa münden.



An dieser Stelle wurden siebzehn geneigte Wassermühlen gebaut, die heute aber nicht mehr in Betrieb sind. Der ganze Park dient heute der Naherholung.
Wenig später erreichten wir Caldas de Reis. Caldas de Reis liegt am Unterlauf des Río Umia und ist ein obligatorischer Stopp für Pilger auf dem portugiesischen Weg.






Es liegt 40 Kilometer vom Zentrum der galizischen Hauptstadt entfernt und ist damit einer der letzten Orte, die Pilger aufsuchen müssen, um die Kathedrale von Santiago zu erreichen. Die Stadt ist bekannt für ihre Thermalquellen. Die lange Tradition des Thermalwassers von Caldas de Reis reicht bis vor die Römerzeit zurück. Diese Thermal-Wässer haben eine Zusammensetzung, die ihnen heilende Eigenschaften verleiht. Im Jahr 1105 wurde hier der Alfons VII., der spätere König von Galicien sowie von León und Kastilien geboren, der sich im Jahr 1135 in der Kathedrale von León zum Kaiser von Spanien krönen ließ.




Die Brücke, über die die alte Römerstraße XIX ins Zentrum der Stadt führte, ist die Bermaña-Brücke aus dem 1. Jahrhundert.
Nach weiteren 500m waren wir dann an der Unterkunft angekommen, einer kleinen Apartmentwohnung unweit der Innenstadt. Nach duschen und umkleiden ging es dann noch zum Essen ins Roquiño, einem Restaurant mit offener Terrasse wo wir sehr gut gegessen haben. Es folgte noch ein kleiner Gang durch die Stadt, bevor wir müde in die Betten plumpsten.


