Bally · 1980
Viking

Man nehme eine Prise Mata Hari und etwas Playboy, mische das ganze und heraus kommt ein Viking. Auf diese kurze Formel bringen Gegner dieses Flippers die Beschreibung.
Sicherlich wird man beim Viking Elemente anderer Flipper wieder finden, aber das Flippern wird ja nicht mit jedem Flipper neu erfunden.
Der Viking ist eines der letzten Bally Modelle ohne Sprachausgabe und optisch wie spielerisch ein sehr schönes Gerät. Thematisch dreht er sich um die Wikingerzeit. Auf dem Backglas hat Kevin OConnor seine Version von König Haralds Weihnachtsfest dargestellt und dabei natürlich wieder ein paar kleine Feinheiten eingestreut. So finden wir auf dem Backglas ein Selbstportrait von OConnor. Zu finden ist es links von den Kämpfern. Es ist der Bärtige im grünen Wams rechts von König Harald. An der rechten Seite, oberhalb der “Ball in Play”-Anzeige gibt es ein Portrait von Booke Shields. Diese Schauspielerin war Anfang der 80er sehr populär in den Staaten.
Der ganze Flipper ist in sehr kräftigen Röttönen gehalten und fällt allein schon deshalb optisch auf. Spielerisch ist er mit Standartelementen ausgestattet. Am oberen Ende ist ein großes Kugelfangloch angebracht. Dieses ist, wie beim Mata Hari, sehr flach gehalten, so dass es nicht ganz einfach ist es zu treffen. Links und rechts davon finden sich zwei Kugelbahnen. Darunter befinden sich zwei Schlagtürme. Zwischen diesen ist ein Spinnen montiert. Das besondere an diesem Spinner ist, da der wert sich bei jeder zehnten Umdrehung verzehnfacht. Gestartet wird mit 10 Punkten pro Umdrehung, ab der zwanzigsten gibt es 1000 Punkte. Da der Wert erst nach ein paar Sekunden zurückgesetzt wird kann ein geschickter Spieler hier sehr viele Punkte machen. Rechts vom Spinner gibt es eine dreifache Targetbank. Die zwischen 2000 und 10000 Punkten zählt. Schießt der Spieler die Targets in der richtigen Reihenfolge ab, so werden die 10-fachen Punkte gegeben! Links vom Spinnen befindet sich ein Überrollstern. Dieser wird zur Seite von einem Post geschützt, so dass man ihn nur von oben oder unten erreichen kann. Hier gibt es unter anderem einen Extraball und ein Special zu gewinnen. Kurz darunter ist noch ein Einzelziel, welches zwischendurch für ein paar Sekunden 50000 Punkte zählt. Weiterhin finden wir an der linken Seite noch eine Inline Targetbank, welche den Bonusmultiplikator steuert.
Am auffälligsten am Viking sind sicherlich die beiden Schlagtürme links und rechts unten oberhalb der Outlane. Diese machen Bälle dort unberechenbar. Aber auch Bälle die in die Outlane gehen kann der Spieler noch retten. Unten an der Outlane ist noch ein Gummi montiert mit dessen Hilfe geübte Spieler den Ball noch durch ein Törchen in die Inlane befördern können.
Alles in allem bietet der Viking ein gefälliges Spiel und stundenlangen Spielspaß. Aufgrund der starken Williams Konkurrenz zur damaligen Zeit (Firepower, Black Knight) wurden nur sehr wenige Maschine verkauft und noch weniger fanden den Weg nach Deutschland. So war dieser Flipper dann auch nur selten in den Spielhallen anzutreffen.
Gebaut wurde der Viking 1980 in einer Auflage von 2600 Maschinen. Entworfen wurde er von Jim Patla, die Grafiken stammen von Kevin O`Connor
Aus der alten Seite übernommen, von Frank noch nicht gegengelesen.


[Bilder in Originalgröße folgen von Frank: Backglas, Spielfeld, Maschine]