FlipperBally

Bally · 1984

Spy Hunter

Spy Hunter, Backglas

Mit dem Spy Hunter kam 1984 ein weiterer Flipper auf den Markt dessen Thema sich eng an ein Videospiel anlehnte. Das Spy Hunter Videospiel war schon Anfang der 80er Jahre ein erfolg in den Spielhallen. Dieser Erfolg hielt bis heute an. Das Spiel gibt es für Game Cube und auch für die Playstation, eben ein echter Klassiker. Der Inhalt des Videogames ist schnell erzählt: Das Leben eines Spions ist sicher kein leichtes. Er muss nicht nur heikle und haarsträubende Missionen bestehen, sondern ist am Ende oft selbst der Gejagte. Diesem Prinzip sah sich SPY HUNTER schon in den Achtzigern verpflichtet und setzte das damals sehr erfolgreiche Konzept im völlig neuen Look nun im Jahre 2001 fort. Dabei steht dem gejagten Agenten ein außergewöhnliches und faszinierendes Vehikel zur Verfügung: der G-6155 Interceptor, welcher sich problemlos von einem rasanten Sportwagen in ein Motorrad, einen Jet-Ski oder ein Boot verwandeln lässt. Mit dem G-6155 Interceptor gilt es 14 verschiedene, waghalsige und spannende Missionen zu bestehen, bei denen unter anderem diverse feindliche Objekte zerstört und wichtige Utensilien aufgesammelt werden müssen. Für ausreichend Action ist also gesorgt, und so gilt es einmal mehr die Welt vor dem Untergang zu retten.

Der Flipper dessen Optische Gestaltung sich eng an dieses Agentenspiel anlehnt versuchte etwas von dem Erfolg auf den Flipper zu übertragen. So hat der Flipper oben links ein kleines Bagatelle-Spiel in dem der Spieler seine Waffen bekommen kann. Dazu muss er jeweils drei Überrollknöpfe mit demselben Waffensymbol treffen. Oben rechts ist ein kleines Mini-Spielfeld eingebaut welches 2 kleine Flipperfinger besitzt. Dort müssen verschiedene Ziele in der richtigen Reihenfolge getroffen werden. Richtig getroffen erhält man am Ende den Schriftzug “AGENT GK”. Dies ist ein kleiner Hinweis darauf wer den Flipper entworfen hat: Greg Kmiec.
Auch die unter Spielfeldhälfte ist relativ ungewöhnlich aufgebaut. Die Flipperfinger sind etwas nach rechts verschoben. Auf der rechten Seite gibt es keine Outlane und keine Inlane. Auf der linken Seite sind in- und Outlane vertauscht. Der Schlagturm befindet sich direkt am Ausgang des Bagatelle Spielfeldes und verhindert dass der Spieler von unten auf dieses schießen kann. Weiterhin finden wir hier noch eine vierfach-Drop-Targetbank, vier stationäre Ziele und ein Kugelfangloch mit einem Spinner davor. Dieser hat eine ganz besondere Funktion. Er steuert ein Lichtband welches bei jeder Umdrehung eine Position weiter geschaltet wird. Direkt daneben befindet sich ein weiteres Lichtband. Sind nun bei entsprechenden Spinnerumdrehungen) beide gegenüberliegende Lampen erleuchtet, erhält der Spieler die angezeigte Prämie und das linke Band wird eine Position weiter geschaltet. Hier sind Wertungen zwischen 25000 und 200000 Punkten möglich sowie ein Special.
Auch der Spy Hunter hat keine Sprachausgabe. Dafür Spielt das Soundmodul das ganze Spiel über Lieder aus dem Videospiel. Auch die Grafiken auf dem Cabinet sind dieselben wie beim Videospiel.

Das Layout zu diesem Flipper stammt von Greg Kmiec, die grafische Gestaltung übernahm Tony Ramunni. Der Flipper wurde 1984 in einer Auflage von 2300 Maschinen gebaut.

1985 erschien der Flipper noch einmal als “Saturn 2” bei der Firma Bell. Auch hier wurde das Layout übernommen und die Grafik geändert. Auch von dieser Maschine wurden noch 1200 Stück verkauft. Damit war dieser Nachbau der erfolgreichste. Bell verkaufte dieses Spiel drei- bis viermal öfter als alle anderen Umbauten.

Aus der alten Seite übernommen, von Frank noch nicht gegengelesen.

Spy Hunter, Backglas
Backglas · Zoom
Spy Hunter, Spielfeld
Spielfeld · Zoom

[Bilder in Originalgröße folgen von Frank: Backglas, Spielfeld, Maschine]