Bally · 1978
Power Play

Nach dem riesigen Erfolg mit dem Evel Knievel entschied man bei Bally, wieder die Lizenzrechte an einer lebenden Persönlichkeit in einen Flipper umzusetzen. Diesmal griff man auf den bekannten Eishockey-Spieler Bobby Orr zurück.
Der geborene Kanadier Bobby Orr erreichte mit 22 Jahren den Höhepunkt seiner Karriere in der Saison 69/70. 1976 wechselte Orr von Boston zu den Chicago Blackhawks. Als sich Bally ein Jahr später die Rechte an seinem Namen sicherte, waren seine Knie derart zerschlagen, daß er kaum noch das Eis betrat. Trotzdem war seine Popularität ungebrochen und der Power Play wurde ein großer Erfolg.
Bobby Orr selber spielte sein letztes Spiel am 1. November 1978 im Alter von 30 Jahren und hängte danach seine Eishockey-Karriere an den Nagel.
Dem Spielfeld-Layout und der künstlerischen Umsetzung widmeten sich die beiden Großen Greg Kmiec und Dave Christensen, die auch schon große Erfolge wie den Captain Fantastic und den Wizard gemeinsam entworfen hatten.
Auf den ersten Blick fällt der absolut symmetrische Spielfeldaufbau auf. Am oberen Spielfeldrand sitzt an zentraler Stelle ein Kugelfangloch, darunter sind drei Schlagtürme angeordnet. Auffällig sind die beiden gegenüberliegenden Vierer-Gruppen an Fallzielen. Etwas unterhalb sitzt jeweils noch ein sogenannter Slap Shot Flipper, der direkt auf die Drop Targets zu zielen scheint. Jedoch ist das Treffen der Fallziele, dank des durchdachten Designs, immer wieder eine große Herausforderung.
Durch die auffällige Farbgebung in Rot, Weiß und Blau ist der Power Play ein richtiger Hingucker.
Mit einer Produktion von 13750 Stück erreichte der Power Play ähnliche Verkaufszahlen wie der Evel Knievel.
Auch bei diesem Gerät ist noch das Glockenspiel im Einsatz. Die Steuerung wurde damals durch die MPU AS-2518-17, die Stromversorgung durch das Netzteil AS2518-18 übernommen.
Aus der alten Seite übernommen, von Frank noch nicht gegengelesen.


[Bilder in Originalgröße folgen von Frank: Backglas, Spielfeld, Maschine]