FlipperBally

Bally · 1981

Flash Gordon

Flash Gordon, Backglas

Der zweite Bally Flipper mit Sprachausgabe war der Flash Gordon. Während der Xenon ein Phantasie Thema hat und auch Williams aus Kostengründen mehr auf Eigenproduktionen setzte, ist der Flash Gordon wieder ein Flipper mit Lizenzthema. Bally setzte dieses Mal auf eine Comicfigur, welche seit den 30er Jahren ihre feste Fangemeinde hat und die mehrfach verfilmt wurde. Zeitgleich mit dem Flipper erschien auch der Kinofilm Flash Gordon. So gesehen kann man schon von ersten Versuchen der heute üblichen Promotion sprechen.

Der Flash Gordon wurde in zwei Versionen gebaut. Der Unterschied ist aber rein technischer Natur. Während die ersten Maschinen noch die vom Xenon her bekannte Vocalizer-Technik enthielten, wurden die meisten Maschinen mit dem neuen Squawk and Talk Modul ausgeliefert. Dieses neue Modul sollte in den folgenden Jahren zum Bally Standart werden. Es ermöglicht mit weniger Hardwareeinsatz eine fast genau so gute Sprachqualität wie das Vocalizer-Modul - allerdings mit weniger Aufwand und Kosten. Im Gegensatz zum Vocalizer der eher mit den heutigen MP3 Playern zu vergleichen ist, wird auch beim S&T-Modul die Stimme in erstaunlicher Qualität synthetisch erzeugt.

Der Flash Gordon ist außerdem Bally`s erste Zwei-Ebenen-Maschine. Insgesamt drei Rampen bringen den Ball auf ein zweites, höher gelegenes Spielfeld. Nach dem Abschuss gelangt der Ball zuerst auf das obere Spielfeld. Die Abschußlane wird anschließend sofort von einem Einzeltarget verschlossen. Wenn der Spieler dieses abschießt ist die Lane wieder frei. Wird sie getroffen wird der Bonus angezählt. Ebenfalls auf dem oberen Spielfeld befindet sich der dritte Flipperfinger und eine dreifach Targetbank. Diese zähen Bonus auf das Minibonus-System. Wenn der Spieler alle 3 Pfeile vor den Targets erleuchtet, wird der Minibonus um 50000 Punkte erhöht. Am Fuß der mittleren Rampe befindet sich ein Doppel-Kugelfangloch das die Kugel abwechselnd entweder auf das obere Spielfeld zurück oder nach unten in die Schlagturmgruppe schießt. Auf dem unteren Target befindet sich eine zweier-Schlagturmgruppe sowie ganz links an der Seite eine vierfach-Targetbank. Diese Targets sind farbkodiert. Weitere vier Ziele auf dem Spielfeld sind ebenfalls farbkodiert. Alle Ziele erhöhen den Superbonus. Sind alle Targets getroffen erhöht er sich um 100000 Punkte. An der rechten Seite befindet sich noch eine Inline-Tagetbank. Diese steuert den Bonus-Multipler und den Extraball. Werden alle Ziele getroffen und der Ball anschließend in das Zweiwege-Kugelfangloch geschossen, werden alle Punkte auf dem Spielfeld für 15 Sekunden verdoppelt, verdreifacht oder verfünffacht, je nach Multiplikator.
Das optisch auffälligste am Flash Gordon ist der Xenonblitz in der Kopfscheibe. Dieser tritt hauptsächlich beim Treffen des Kugelfangloches in Aktion.

Der Flash Gordon wurde 1981 in einer Auflage von 10000 Maschinen gebaut. Das Layout stammt von Claude Fernandez, die Grafiken stammen von Kevin O`Connor.

Aus der alten Seite übernommen, von Frank noch nicht gegengelesen.

Flash Gordon, Backglas
Backglas · Zoom
Flash Gordon, Spielfeld
Spielfeld · Zoom

[Bilder in Originalgröße folgen von Frank: Backglas, Spielfeld, Maschine]