FlipperBally

Bally · 1985

VectorFireball Classic

VectorFireball Classic, Backglas

Der Fireball Classic ist ein Remake des Bally Klassikers von 1972, einem der erfolgreichsten und gesuchtesten mechanischen Flipper überhaupt. Bis auf die fehlenden Zipperflipper und den dafür hinzugekommenen Bonus ist das Spielfeld mit dem mechanischen Fireball identisch.

Als Mitte der 80er Jahre die Verkaufszahlen stark zurückgingen, sah man sich zu Einsparungen gezwungen. Die Wiederauflage eines erfolgreichen Gerätes war eine Möglichkeit, kostengünstig ein bewährtes Design erneut zu vermarkten.

Als einer der ersten mechanischen Flipper hatte der Fireball einen Skillshot. Nach dem Abschuss läuft der Ball eine kleine Rampe hinauf. Dabei muss der Abschuss sehr gut dosiert werden. Schießt man zu stark ab oder zu schwach gibt es keine hohen Punktzahlen. Nur wenn man die Abschusskraft richtig dosiert hat, läuft die Kugel die Rampe an der Innenseite wieder herunter und der Spieler erhält neben 30000 Punkten auch erleuchtete Schlagtürme. Diese zählen dann 3000 Punkte statt 100. Schafft es der Spieler bis zur Hälfte der Rampe gibt es noch 10000 Punkte und die Schlagtürme zählen 1000 Punkte.

Das Hauptfeature ist, wie schon bei der mechanischen Version, eine große Gummischeibe in der Spielfeldmitte. Diese wird von einem Motor angetrieben und schleudert den Ball bei Kontakt unkontrollierbar über das Spielfeld. Gute Reflexe werden also gebraucht wenn der Ball in Richtung der Flipperfinger geschleudert wird. Um diese Scheibe herum sind noch einige Überrollknöpfe montiert, von denen einer den Kicker in der linken Outlane einschaltet und zwei diesen wieder ausschalten. Ist der Kicker eingeschaltet, wird die Kugel wieder auf das Spielfeld zurück geschossen, sofern sie das Spielfeld über die linke Auslaufbahn verlassen will.

Ungefähr auf mittlerer Höhe des Spielfeldes befinden sich zwei Kugelfanglöcher, ein Captive Ball und drei Pilzkontakte. Diese sind für das Multiballspiel wichtig. Trifft der Spieler eines der Fanglöcher, wird die Kugel gehalten und der Flipper bringt eine neue Kugel ins Spiel. Trifft der Spieler dann den entsprechenden Pilzkontakt (jedem Fangloch ist ein Pilzkontakt zugeordnet), wird die gehaltene Kugel wieder ausgeworfen und das Multiballspiel beginnt. Trifft der Spieler den Captive Ball so fest, daß dieser den Kontakt am Ende der Bahn trifft, werden beide Kugeln gleichzeitig ausgeworfen und das Multiballspiel mit drei Kugeln beginnt sofort. Im 2fachen Multiballspiel zählen alle Punkte auf dem Spielfeld doppelt, im 3fach Multiballspiel sogar dreifach! Dabei können sehr hohe Punktezahlen zustande kommen. Wenn zum Beispiel der Spieler mit dem Skillshot erfolgreich war und die Kugel im dreifachen Multiball in die Schlagturmgruppe spielt, zählt jede Schlagturmberührung 9000 Punkte!
Die Grafik dieses Flippers lehnt sich sehr stark an die des Originals von 1972 an. Negativ fällt eigentlich nur der Sound ins Gewicht, da von Bally Midway aus Kostengründen nur das einfache Cheap Squeak Soundboard eingebaut wurde. Dabei hätte man hier mit einem Sprachmodul sehr schöne Effekte erzielen können.

Das Original wurde 1972 von Ted Zedale entworfen mit Grafiken von Dave Christensen. Das Design des Fireball Classic stammt jedoch von George Christian, die Grafiken von Doug Watson.
Der Fireball Classic wurde 1984 in einer Auflage von 2000 Stück gebaut. Auf Grund des damaligen Dollarkurses wurde dieser Flipper sowohl in den USA von Bally Midway als auch in Deutschland von Bally Wulff hergestellt.

Aus der alten Seite übernommen, von Frank noch nicht gegengelesen.

VectorFireball Classic, Backglas
Backglas · Zoom
VectorFireball Classic, Spielfeld
Spielfeld · Zoom

[Bilder in Originalgröße folgen von Frank: Backglas, Spielfeld, Maschine]