Williams · 1971
Stardust

Der Stardust ist von Design und Gestaltung her ein
typischer Flipper der späten 60er Jahre. Besonders
auffällig ist bei diesem Flipper die optische Gestaltung. Alle
Figuren sind in einem für diese Zeit typischen
kantig-psychedelischem Stil gemalt, der charakteristisch für
die damaligen Entwürfe von Christian Marche war. Diese Art der
Gestaltung findet sich auch auf weiteren Flippern dieser Zeitepoche
wieder, zum Beispiel bei Williams Gulfstream und A Go Go, aber auch bei
Ballys Capersville, Mariner oder Galahad. Der Stardust ist aber einer
Neu beim Stardust war das Glücksrad (Wheel of Fortune) in der
Spielfeldmitte. Es ist das zentrale Element des Flippers und
ermöglicht dem Spieler eine Reihe von Gewinnen und Optionen,
wie zum Beispiel das Öffnen diverser Törchen, Doppel-
und Dreifachbonus oder einen Extraball. Jeder 10-Punkte-Kontakt auf dem
Spielfeld schaltet das Glücksrad einen Schritt weiter. Zwei
Kugelfanglöcher am oberen Spielfeldrand und oberhalb des
Glücksrades ergeben die angezeigte Prämie.
Zum Thema des Flippers gibt es verschiedene Interpretationen. Auf Grund
des leicht psychedelischen künstlerischen Eindrucks und dem
Zeitpunkt des Erscheinens (Flower Power, Hippiezeit, Woodstock) wird er
leider oft mit Drogen in Verbindung gebracht. Dazu trägt auch
sicherlich der Name Stardust bei, der AUCH ein Synonym für
eine Droge ist. Andererseits war Stardust auch immer ein Synonym
für Feiern, Tanzen und Musik. Schon in den frühen
40er und 50er Jahren gab es Flipper mit diesem Namen. Zu dieser Zeit
war die gleichnamige Droge noch nicht einmal erfunden und auch hier
Nach dem Abschuss gelangt der Ball ans obere Spielfeldende. Hier
befindet sich ein Kugelfangloch, welches den gerade angezeigten Wert
des Wheel of Fortune wertet. Unterhalb dieses Kugelfangloches finden
wir eine typische 5-fach Bumpergruppe, wie sie Williams Anfang der 70er
gerne verbaut hat. Der mittlere Schlagturm wertet immer 100 Punkte, die
anderen entweder 10 oder wenn sie beleuchtet sind 100 Punkte. Jeweils
zwei der Schlagtürme werden durch einen Trefferkontakt
Unterhalb der Schlagtürme in der Spielfeldmitte befindet sich
das zweite Kugelfangloch. Auch hier wird der Wert des Wheel of Fortune
gewertet. Links und rechts vom Kugelfangloch befinden sich noch zwei
Ziele, welche den Bonuswert erhöhen. An den Aussenseiten
befinden sich auf gleicher Höhe links und rechts zwei
Kugeltore, die bei entsprechender Stellung des Wheel of Fortune
geöffnet werden. Während das linke Kugeltor
dafür sorgt, daß die Kugel bei einem Treffen des
linken Durchlaufes nicht in Richtung Outlane rollt, sorgt das rechte
Törchen dafür, daß die Kugel wieder in die
Abschussrinne gelangt. Das dritte Kugeltor befindet sich in der rechten
Outlane und leitet die Kugel ebenfalls in Richtung Abschussrinne.
Zwischen den Flipperfingern befindet sich noch ein Play-More-Post, ein
kleiner Zylinder, welcher durch diverse Kontakte und
Überrollknöpfe aktiviert und deaktiviert wird. Dieser
verschliesst dann das Loch zwischen den Flipperfingern, so
daß die Kugel dort nicht mehr ins Aus gelangen kann.
Optisch und spielerisch ist der Stardust ein typischer
Flipper der späten 60er bzw frühen 70er Jahre. Gerade
der Play-more-Post erlaubt auch ungeübten Spielern den Ball
lange im Spiel zu halten und gezielte Schüsse auf das mittlere
Beim Stardust ist neben spielerischem Können auch Strategie
gefragt. Richtig hohe Punktzahlen bekommt man nur mit einem hohen
Bonuswert, den man sich verdoppeln und verdreifachen lassen sollte.
Dazu muss man allerdings das Kugelfangloch zur richtigen Zeit
Gebaut wurde der Stardust 1971 in einer Auflage von 5455 Maschinen, was
für eine gute Annahme durch die Spieler spricht. Das Design
dieses Flippers stammt von Norm Clark, die künstlerische
Aus der alten Seite übernommen, von Frank noch nicht gegengelesen.

[Bilder in Originalgröße folgen von Frank: Stardust_back.jpg, Stardust_playfield.jpg, Stardust_machine.jpg]