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Geldspieler PDF Drucken E-Mail

Geldspieler


Kennen Sie noch dieses Klackern der Automaten welches früher in jeder Kneipe und Spielhalle zu hören war? Es stammt von den Steuernocken und Magneten der Geldspieler oder wie es richtig heisst 'Spielgeräte mit Gewinnmöglichkeit'.

Diese Spielgeräte haben eine lange Geschichte die bis zum Jahr 1889 zurückreicht. Seither haben sich die Spielautomaten sehr verändert.

Während die ersten Geräte nach Münzeinwurf eine Ausspielung starteten an deren Ende der Spieler entweder einen Gewinn bekam oder eben auch nicht, wurde das Spiel immer weiter verfeinert. Der Spieler bekam die Möglichkeit Scheiben oder Walzen nachzustarten und zu stoppen, es wurden unzählige Spielsysteme ausprobiert, Münzvorlagen eingeführt die dem Spieler das lästige Nachmünzen ersparten oder Sonderspiele für bestimmte Gewinne oder Jackpots eingeführt.

Die heute verbreiteten Spielgeräte mit TFT-Bildschirm und diversen blauen und grünen Spielen haben nur noch bedingt Ähnlichkeit mit ihren Uhrahnen und dienen in meinen Augen nur noch dem Geld verdienen.

Alte mechanische Geräte haben zum einen einen ungeheuren optischen Reiz, da sie zum Teil leibevoll gestaltet wurden, zum anderen sind sie kleine mechanische und elktromechanische Wunderwerke. Während heute mit Computern und entsprechenden Programmen fast alles möglich ist musste dies alles von unseren Großvätern mechaisch umgesetzt werden. Diese Technik zu ergründen und zu verstehen macht für mich den größten Reiz an den Gelspielern aus. Gespielt wird eigendlich weniger und meißtens nur zur Kontrolle der Funktionen und zur Ergründung des Spielsystems.

Wenn man sich die Geschichte der Spielautomaten ansieht stellt man fest, das vordergründig dem Spielgast immer höhere Gewinne versprochen wurden. Da der Gesetzgeber lange Jahre die Mindestspieldauer von 15 Sekunden sowie eine Auszahlquote von 68% sowie einen Höchstgewinn in Höhe des 10-fachen Einsatzes vorgeschrieben hat, musste zum einen der Spielpreis von 10 Pfennig bis auf 40 Ct (=80 Pfennig) pro Spiel erhöht werden, zum anderen spielt man neuerdings um Punkte die zwar auch irgendwie mit Geld zusammenhängen aber eben rechtlich anscheinend kein Geld sind. Damit kann man aber höhere Gewinne versprechen.

Eine weiter beliebte Möglichkeit waren lange Zeit die Serienspiele. Diese brachten selbst bei Kominationen die sonst nur Kleingewinne versprachen oder sogar bei einzelnen z.B. goldenen Feldern den Höchstgewinn (10-Facher Spieleinsatz). Da die Auszahlquote aber immer noch bei 68% liegen sollte wurden aber entsprechend weniger Normalgewinne gegeben...

Ein weiteres beliebtes Element waren die Risokotasten. Auch hier wurden dem Spieler höhere Gewinne versprochen. Auch wenn bei den ersten Geräten die Chancen auf einen Gewinn in etwa gleich verteilt waren, so schlug auch hier das Pendel schnell zu Gunsten der Aufsteller aus. Schliesslich galt die 68% Marke nicht mehr wenn der Spieler sich aktiv am Risiko beteiligt...

Nun wie auch immer, gerade die alten 10 und 20 Pfennig Automaten sind ein wahrer Augenschmaus. Aus heutiger Sicht minimalistisch aufgebaut, aber voller zeitloser Schönheit. Scheibenmotive die den Zeitgeist wiederspielgeln, verspiegelte Scheiben, diverse Formen bei Scheiben und Walzen und unzählige Spielvarianten und Spielsybole gilt es zu entdecken. Gerade diesen Maschinen gilt der Schwerpunkt meiner Sammlung.

Im Gegensatz zu den elektronischen Maschinen hat hier der Spieler auch noch das Gefühl (im Rahmen der Gewinnmöglichkeit) ehrlich zu gewinnen und zu verlieren, während man bei den elektronischen Maschinen und da gerade bei denen welche ohne mechnische Walzen oder Scheiben und nur mit Monitor daherkommen permanent das Gefühl hat beschissen zu werden. 

 

 
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